Leipziger Beton-Kanu holt in 9 Rennen 6 mal Gold

„Natürlich sind wie mit Erwartungen nach Arnhem gefahren, aber dass wir so erfolgreich sind hätte keiner gedacht!“ freut sich Teammitglied Josefin Spalteholz. Lars Hoffmann ergänzt: „Ein leichteres aber doch formstabiles Kanu war uns wichtig, um unsere Kräfte schneller in Beschleunigung umzusetzen. Unser Team hatte aber vor allem auch durch die Trainingsstunden beim SC DHFK Leipzig klare Vorteile gegenüber der Konkurrenz“. Kapitän Jan Teuchert resümiert: „Dieses Jahr hatten wir die perfekte Mischung aus hoch motivierten Paddlern und einem leichten, schnellen Boot. Die jahrelange Dominanz der Uni Twente Enschede (Niederlande) wurde durch die glanzvolle Leistung unseres Teams gebrochen.“ Selbst ein kleines – rasch repariertes – Leck nach einem leichten Zusammenstoß hatte den Siegeszug der „Lipsia“ nicht aufhalten können.

Die Konkurrenz aus Deutschland kam von der TU Dresden und von der Ostbayerischen Technischen Hochschule (OTH) Regensburg. „Die Dresdner hatten zwar das leichtere Kanu – es wog nur 20 Kilogramm – doch offensichtlich haben sie im Vorfeld nicht genug Zeit fürs Training einkalkuliert. Deshalb belegten die Regensburger restlichen ersten Plätze“, schätzt Jan Teuchert ein.
Derzeit kann die „Lipsia“ im Südfoyer des Geutebrück-Baus der HTWK Leipzig besichtigt werden. (Karl-Liebknecht-Straße 132, 04277 Leipzig). Auch zur „Langen Nacht der Wissenschaften“ am 24. Juni wird das Kanu an der HTWK Leipzig präsentiert.

Das Betonkanurennen wird jedes Jahr von einer anderen Hochschule an jeweils wechselndem Ort organisiert. Daran nehmen jedes Mal etwa 25 Mannschaften mit insgesamt bis zu 300 Teilnehmern teil. Im kommenden Jahr findet das Betonkanurennen in Köln statt.

 

Bild: Betonboot in Aktion / Foto: Lars Hoffmann/HTWK Leipzig