Henkel meldet Rekordergebnis für 2015

Düsseldorf (dts Nachrichtenagentur) – Der Düsseldorfer DAX-Konzern Henkel wird 2015 mit einem Rekordergebnis abschließen. „2015 wird ein Rekordjahr für unser Unternehmen. Analysten erwarten, dass Umsatz und Gewinn in 2015 um zehn Prozent oder mehr steigen“, sagte Vorstandschef Kasper Rorsted der „Rheinischen Post“ (Donnerstagausgabe).

Henkel sei „hervorragend aufgestellt“, sagte er, für 2016 erwarte er „noch bessere Zahlen, also ein weiteres Rekordjahr“. Zu Spekulationen über einen möglichen Unternehmens-Wechsel sagte Rorsted: „Gute Trainer und Spieler werden immer mal angesprochen, ob sie wechseln wollen. Das ist in der Wirtschaft nicht anders als beim Fußball.“ Das zeige doch nur, dass jemand seine Arbeit gut macht. Zu den Spekulationen über seine Person wolle er nur sagen: „Ich bin seit vielen Jahren sehr gerne bei Henkel und habe hier noch einiges vor. Ende nächsten Jahres werden wir unsere Strategie für die Zeit nach 2016 vorstellen.“ Rorsted bestätigte zudem, dass Henkel weiter an großen Übernahmen interessiert ist, aber vorsichtig sei. Ein „wirklich großer Zukauf“ mache für Henkel „nur dann Sinn, wenn ein wirklich passendes Angebot auf den Markt ist“. Er kritisierte die sehr hohen Kaufpreise für Unternehmen: „Insgesamt zeigen die hohen Preise für Firmenverkäufe, dass man Vorsicht wahren muss: Wenn eine Firma zum 10- bis 15-fachen des Jahresumsatzes verkauft wird, ist es sehr schwer, diesen Preis wieder zurückzuverdienen. Unsere Strategie ist dagegen klar: Henkel ist nun 140 Jahre alt – und soll noch mindestens 140 Jahre eine sichere Zukunft haben.“

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Berlin will wirtschaftspolitische Koordinierung in der EU vertiefen

Europaflagge, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Europaflagge, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) und Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) wollen das Europäische Semester, also die wirtschaftspolitische Koordinierung in der EU, stringenter und verbindlicher machen. In einem Konzept, das die Europastaatssekretäre beider Minister kürzlich nach Brüssel schickten, fordern sie nach Information des „Spiegel“, dass sich die EU-Kommission bei ihren auf die jeweiligen Ländern zugeschnittenen Ratschlägen auf wichtige Reformen beschränkt. „Eine geringere Anzahl von Empfehlungen, die sich auf größere Probleme bei Finanzen, Wachstum und Beschäftigung konzentriert, erzielt höhere Aufmerksamkeit in der politischen Diskussion in den jeweiligen Mitgliedstaaten“, heißt es dort.

Mit den Reformvorgaben soll sich zudem der Europäische Rat, also die Runde der Staats- und Regierungschefs, ausgiebig befassen. Das gebe dem Prozess „mehr Prominenz und Wirksamkeit“. Außerdem soll die Kommission ein Mitspracherecht darüber bekommen, wo die EU-Strukturhilfemittel, auf die jedes Land Anspruch hat, am besten wirken. Schließlich soll die Kommission künftig stets die aktuellen Informationen über Staatsfinanzen und Wirtschaftsentwicklung bekommen. Bislang lieferten die Mitgliedstaaten wegen des unausgegorenen Aufstellungsverfahrens des Europäischen Semesters häufig veraltete Daten.

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Gysi wirbt für Rot-Rot-Grün im Bund

Gregor Gysi, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Gregor Gysi, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Der ehemalige Fraktionschef der Linken, Gregor Gysi, hat vor einem historischen Versagen seiner Partei gewarnt, sollte sie bei der Bundestagswahl 2017 nicht zusammen mit SPD und Grünen Regierungsverantwortung anstreben: „Die Linke hat aus meiner Sicht die Pflicht, zusammen mit SPD und Grünen ein linkes Projekt gegen die jetzige Entwicklung Europas und Deutschlands zu setzen“, sagte Gysi im Interview mit dem „Spiegel“. Er verwies dabei auf die Fehler in der Weimarer Republik. „Vor 1933 war es ein Versagen von KPD und SPD, dass sie nicht einmal im Ansatz Gemeinsamkeiten gegen die Nazis gefunden haben.“

Seine Nachfolgerin als Fraktionschefin, Sahra Wagenknecht, kritisierte Gysi dafür, dass sie die Terroranschläge des „Islamischen Staats“ (IS) in Paris mit dem Einsatz der Bundeswehr in Syrien gleichsetzte. „Man muss vorsichtig sein mit solchen Vergleichen“, so Gysi. „Ich fand die Bombardierung Dresdens durch Amerikaner und Briten völlig falsch, aber man kann sie deshalb noch lange nicht mit Hitler vergleichen.“ Zum Einfluss, den Oskar Lafontaine heute noch in der Linken hat, sagte Gysi: „Er ist wichtig. Erstens ist er Fraktionsvorsitzender in einem Landtag, und zweitens kann er über Sahra Wagenknecht versuchen, Einfluss zu nehmen.“

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Gabriel gratuliert Papst Franziskus zur Auszeichnung mit Karlspreis

Sigmar Gabriel, über dts Nachrichtenagentur
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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Vizekanzler und SPD-Chef Sigmar Gabriel hat die Auszeichnung von Papst Franziskus mit dem Karlspreis begrüßt. „Ich gratuliere Papst Franziskus zu dieser Auszeichnung“, sagte Gabriel der „Rheinischen Post“ (Donnerstagausgabe). Die Verleihung des Karlspreises an Papst Franziskus sei eine Mahnung gegen das Auseinanderdriften der Gesellschaft.

„Der Papst nennt es Brüderlichkeit, wir nennen es Solidarität“, sagte Gabriel. Sein Bekenntnis zur Kirche der Armen sei für die Politik die Aufforderung zur Solidarität mit jenen, die Hilfe benötigten. Zugleich sei die Verleihung aber auch eine Mahnung an das Friedensprojekt Europa, sagte der SPD-Vorsitzende. „Europa erlebt eine neue Herausforderung seiner Werte und politischen Ziele. Papst Franziskus mahnt uns, nicht zuzulassen, dass das historische Projekt Europa auseinander bricht“, so Gabriel.

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„Kicker“: Guardiola wechselt im Sommer zu Manchester City

Pep Guardiola, über dts Nachrichtenagentur
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München/Manchester (dts Nachrichtenagentur) – Pep Guardiola wird laut eines „Kicker“-Berichts im Sommer zu Manchester City wechseln und auf der Trainerbank des Scheich-Klubs Platz nehmen. Das Blatt beruft sich in dem Bericht auf „zuverlässige englische Quellen“. Der Katalane, der noch bis zum Sommer das Star-Ensemble des FC Bayern München trainiert, war neben ManCity auch mit anderen renommierten europäischen Klubs in Verbindung gebracht worden, etwa mit Paris St. Germain oder dem FC Chelsea.

Bei Manchester City steht derzeit noch Manuel Pellegrini als Trainer unter Vertrag. Der Kontrakt des chilenischen Fußballlehrers läuft noch bis zum Sommer 2017.

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Grüne: Papst sollte Erneuerung der katholischen Kirche fortsetzen

Franziskus, über dts Nachrichtenagentur
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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Grünen-Chefin Simone Peter hat die Auszeichnung des Papstes mit dem Karlspreis begrüßt und ihn aufgefordert, die Erneuerung der katholischen Kirche fortzusetzen. „Wir hoffen, er setzt den Weg der Erneuerung der katholischen Kirche fort“, sagte Peter der „Rheinischen Post“ (Donnerstagausgabe). „Ich freue mich sehr über die Vergabe des Karlspreises an Papst Franziskus“, sagte Peter.

„Er hat die katholische Kirche auf einen neuen Weg gebracht und ist zu einem wichtigen Partner im Kampf um Menschenrechte und die Bewahrung unserer Erde geworden“, so die Grünen-Chefin. „Nicht nur mit seinem Appell an die katholischen Gemeinden, Flüchtlinge aufzunehmen, hat er klar Stellung bezogen für einen humanitären Umgang mit denen, die vor Krieg und Gewalt fliehen. Seine Umwelt-Enzyklika war ein nicht zu unterschätzendes Signal an die Welt, endlich gegen Klimawandel und Umweltzerstörung aktiv zu werden“, sagte Peter.

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Bundespräsident dankt Flüchtlingshelfern

Joachim Gauck, über dts Nachrichtenagentur
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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Flüchtlingskrise ist das Hauptthema der Weihnachtsansprache von Bundespräsident Joachim Gauck. „Wir haben gezeigt, was in uns steckt – an gutem Willen und an Professionalität, aber auch an Improvisationskunst“, so der Bundespräsident in der Ansprache, die am 1. Weihnachtsfeiertag im Fernsehen ausgestrahlt wird. Der Meinungsstreit zu diesem Thema sei keine „Störung des Zusammenlebens, sondern Teil der Demokratie“, so Gauck.

Gewalt und Hass seien jedoch in keinem Fall legitimes Mittel der Auseinandersetzung. Brandstiftung und Angriffe auf wehrlose Menschen verdienten nur Verachtung und Bestrafung. Gleichzeitig dankte Gauck den Helfern. „Sie alle sind zum Gesicht eines warmherzigen und menschlichen Landes geworden“, so der Bundespräsident.

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Neue Umfrage: Trump baut Zustimmung unter Republikanern aus

Donald Trump, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Donald Trump, über dts Nachrichtenagentur

Washington (dts Nachrichtenagentur) – Der US-Immobilienmogul Donald Trump baut seine Zustimmung unter den Republikaner für eine mögliche Präsidentschaftskandidatur aus. Laut einer am Mittwoch veröffentlichten Umfrage des Meinungsforschungsinstituts ORC im Auftrag des Nachrichtensenders CNN wollen nun 39 Prozent, dass Trump Präsidentschaftskandidat wird. Sein nächster Verfolger Ted Cruz kommt nur auf 18 Prozent Zustimmung – weniger als halb soviel.

Zudem glauben nun 46 Prozent der Republikaner, dass ihre Partei mit Trump die besten Chancen hat, die Präsidentschaftswahl am 8. November 2016 zu gewinnen. Im August waren nur 38 Prozent dieser Meinung. 50 Prozent der Parteianhänger sind aber weiterhin der Meinung, dass die Republikaner lieber einen anderen Kandidaten aufstellen sollten. Trump hat mit seinen Äußerungen auch das Establishment der eigenen Partei gegen sich aufgebracht. Zuletzt sorgte er mit der Forderung nach einem temporären Einreiseverbot für Muslime für Aufregung.

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Russland beantragt internationalen Haftbefehl gegen Chodorkowski

Michail Borissowitsch Chodorkowski am 22.12.2013 in Berlin, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Michail Borissowitsch Chodorkowski am 22.12.2013 in Berlin, über dts Nachrichtenagentur

Moskau (dts Nachrichtenagentur) – Russland hat einen internationalen Haftbefehl für den Kreml-Kritiker Michail Chodorkowski beantragt. Bereits gestern waren Büros einer politischen Stiftung Chodorkowskis durchsucht worden. Dabei soll es um einen angeblichen Steuerbetrug aus dem Jahr 2003 gehen.

Außerdem wird Chodorkowski nach offiziellen Angaben verdächtigt, 1998 den Mord an einem Bürgermeister in Sibirien in Auftrag gegeben zu haben. Chodorkowski bestreitet die Vorwürfe und kritisierte das Verfahren als „politisch motiviert“, außerdem sprach er von einer „Farce“. Der frühere Oligarch saß bereits wegen Steuerhinterziehung zehn Jahre in Russland im Gefängnis. Ende 2013 kam er überraschend frei und lebt seitdem überwiegend in der Schweiz.

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„Spiegel“-Reporter warnt vor zu eingängiger Berichterstattung

Zeitungen und Zeitschriften an einem Kiosk, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Zeitungen und Zeitschriften an einem Kiosk, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – „Spiegel“-Reporter und IS-Experte Christoph Reuter vermisst den Mut der Medien, tiefschürfend über islamistischen Terror und den Krieg in Syrien zu berichten. „Unser Trend, stetig poppiger, eingängiger und kürzer werden zu wollen, noch Nachrichten mit fünfzeiliger Zusammenfassung zu präsentieren, funktioniert einfach nicht“, schreibt Reuter im „medium magazin“. Reuter warnt vor einer Simplifizierung in Bezug auf das komplexe Gebilde „Islamischer Staat“.

„Wenn die anderen Schach spielen, aber wir dem Publikum nur noch Mau-Mau zumuten wollen, werden wir unserem Kernauftrag nicht mehr gerecht.“ Die Frage etwa, ob man die Organisation „Da`esh“ oder „Islamischer Staat“ nenne, ist für Reuter nebensächlich. Um den IS zu verstehen, müssten Journalisten viel tiefer gehen. Stattdessen würden in den Medien meist nur zwei Reaktionen des Westens als alternativlos gegenüber gestellt: ein kompletter Rückzug aus Syrien versus ein Bündnis mit Assad. „Aber die zwei erwartbarsten Reaktionen des komplikationsscheuen Publikums wären beide zum Nutzen des IS“, folgert Reuter.

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